2.8 Zusammenfassung ......................Grundriß des Bohlensaales
G. Montgelas
2005

Zusammenfassung

Der statisch-konstruktive Aufbau des Saales ist ein isoliertes, in sich geschlossenes System. Es gibt außer den Auflagern der Saalunterzüge keine konstruktive Verbindung zwischen Saalbau und dem Gefüge des mittelalterlichen Hauses.

Aus dem Aufbau des Saales wird deutlich, daß es sich um ein ausgereiftes Holzbauverfahren handelt. Es wird weiter deutlich, daß die statisch-konstruktive Einheit und die gestaltplastische Erscheinung des Saales eine Einheit bilden.

Es handelt sich bei dem Saalbau nicht um hölzerne Wandverkleidungen in einem mittelalterlichen Haus, sondern um eine eigene Holzbautradition von bemerkenswerter konstruktiv-plastischer Ausdruckskraft.

Die Folgerung aus den wahrgenommenen Einzelheiten der vorgefundenen Situation verweisen auf das hohe Alter einer bis in das Mittelalter angewandten Holzbautradition bisher unbekannter Konstruktion. Die Ursprünge dieser Bohlensaalkonstruktionen liegen in der Zeit des Frühmittelalters.