montgelasbauforschung





Korkmodelle:


Gotthard von Montgelas





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Rundtempel in Tivoli 2017
Korkmodell 2017 des römischen Rundtempels in Tivoli



  1. Blick in das Modell des Rundtempels. Darstellung der klassischen Architekturordnung, hier der korinthische Ordnung. Der Rundtempel wird in die Zeit des 1. Jahrhunders vor Christus datiert. Eine Herausforderung ist die Umsetzung des fragmentarischen Zustandes des Tempels nach über 2000 Jahren.
    Foto, digitale Signatur und Formatierung, Hochladung und Einbindung in die Struktur der Webseite
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  2. Blick auf das Portal. Die Treppenanlage vor dem Portal existiert heute nicht mehr. Vor dem Portal befand sich in Tivoli eine Treppenanlage wie bei römischen Tempelbauten üblich. Professor Kähler erläutert das ausführlich in seiner Veröffentlichung " Der Römische Tempel". Zudem gibt es in der bildlichen Überlieferung des Bauwerks sichere Indizien für diese Treppenanlage. Eine Fotographie aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert zeigt deutlich, daß das Profil des Sockels vor dem Portal nicht weitergeführt wurde. Ein Indiz dafür, daß hier eine Treppenanlage anschloß. Ein Rundtempel der Vesta mit einer Treppe vor dem Portal ist auf einem kaiserzeitlichen Relief dargestellt. Abgebildet ist dieses Relief in "Augustus und die Macht der Bilder" von Professor Zanker (1987 Verlag Beck München, Seite 210) Hochladung und Einbindung in die Netzstruktur, Veröffentlichung im WWW .
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  3. Links neben dem Portal ist in meinem Modell von 2017 der mittelalterliche Zugang in den Tempelraum dargestellt. Der Rundtempel wurde im Mittelalter als Kirche genutzt und blieb so überhaupt erhalten. Heute finden sich keine Spuren mehr von diesem Zugang. Dieses baugeschichtliche und geistesgeschichtliche Zeugnis der Nutzung als christliche Kirche wurde durch Restaurierungen und Rekonstruktionen gelöscht. Es existieren noch historische Fotos und Zeichnungen des Tempels mit diesem Detail. Es ist mir sehr wichtig dieses sicher überlieferte Detail darzustellen. Der mittelalterliche Zugang ist in meinem Modell als zugemauert dargestellt. Digitales Foto des Modells, Bearbeitung, Hochladung und Einbindung in die Netzstruktur, Veröffentlichung im WWW .
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  4. Detailaufnahme des Sockels mit den Basen der korinthischen Säulen. Kork eignet sich hervorragend zur Darstellung in der Historischen Bauforschung. Durch die sehr guten plastischen Eigenschaften und die Vielfalt des Korkmaterials und seiner verschiedenen Strukturen lassen sich bauhistorische Zustände sehr gut plastisch gestalten.
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  5. Ansicht des Tempels. Die Ansicht gibt einen guten Eindruck des bekannten römischen Gebäudes. Der quadratische Sockel wurde von mir seitlich mit grober Korkrinde verkleidet. Der chthonische Urgrund des Bauwerks ( woraus es in der "Zeit" emporsteigt / sich zeigt). Der Boden ist ebenfalls in Kork gearbeitet. Es wurde von mir dazu die lederartige Trennschicht zwischen der Korkrinde und dem Stamm der Korkeiche verwendet.
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  6. Detailansicht des Tempels. Hier die Auflager der Kassettendecke zwischen äusserem Säulenkranz und runder Cella. Die Fragmente der kassettierten Kuppelschale wurde in Anlehnung an die Gestaltung des Pantheons und anderer römischer Kuppelbauten hier von mir angedeutet.
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  7. Detailansicht des Tempels. Ein Fragment der Kuppelschale darzustellen war eine gestalterische Entscheidung. Mir ging es bei dem Modell auch um die Schaffung reizvoller plastischer Ansichten. Die Darstellung römischer Kuppelschalen in Kork ist ein zukünftiges reiches Betätigungsfeld der plastischen Erforschung der Architektur. Hier erst ein Beitrag zur Diskussion dieser Architektur. Die korinthischen Säulenkapitelle sind ganz in Kork ausgeführt und von mir stilisiert dargestellt. Eine Säule mit Kapitell besteht aus 33 einzeln angefertigten Bestandteilen.
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  8. Gesammtansicht des Korkmodells. Der Bogen im Opus-Reticulatum-Mauerwerk der Cella ist eine mittelalterliche Zutat und richtet den zu einer Kirche gewandelten Rundbau nach Osten aus. Diese angedeutete Pseudoapside findet sich auch im Innenraum. Ein Korkmodell des Tempels in Tivoli aus dem 18. Jahrhundert zeigt diese verputzte Pseudoapside mit Fragmenten einer Mariendarstellung. Der heidnische Vesta-Tempel wurde im Frühmittelalter also in eine Marienkirche gewandelt und blieb so bestehen.
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  9. Blick über den vermauerten mittelalterlichen Zugang in das Innere des Rundtempels. Anstelle dieses Zuganges befand sich hier in der Antike ein weiteres Fenster wie an der Südseite. Dieses südliche Fenster ist mit seinen profilierten Fenstergewänden noch vorhanden. Man beachte die Ohrung an der Innenseite. In barocker Zeit wird dieses Motiv wieder aufgenommen und in allen möglichen Varianten gestaltet. Der Rest eines christlichen Altares ist von mir als Fragment dargestellt. Die Existenz eines christlichen Altares ist anzunehmen auch wenn sich heute keine Spur mehr davon in dem Rundtempel findet.
    Modell Tivoli Foto 9 ...................... JPG laden ( 1400 KB)

  10. Detailblick zur kassettierten Decke zwischen dem äusseren Säulenkranz der korinthischen Ordnung und dem Rund der Cella. In den Kassettenfeldern sind die Blüten von mir angedeutet. Das Opus- Reticulatum-Mauerwerk der Cella steht in einem reizvollen Gegensatz zur perfekt in Marmor ausgeführten Bauordnung.
    Modell Tivoli Foto 10 ...................... JPG laden ( 1400 KB)


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